Caminada

Die Caminada Messer entstanden aus einer Zusammenarbeit des schweizerischen Sterne-Kochs Andreas Caminada. Folglich sind die Caminada Messer perfekt auf die WĂŒnsche und BedĂŒrfnisse dieses außergewöhnlichen Kochs ausgerichtet und entsprechen seiner Philosophie. Bereits mit 33 Jahren erhielt Andreas Caminada drei Michelin-Sterne und 19 GaultMillau-Punkte.

Caminada BroschĂŒreHĂ€ndler finden

Eine Formensprache wie die der Caminada Messer ist nur im traditionellen Gesenk-Schmiede-Verfahren zu realisieren. Die Klinge durchgeschliffen bis zum Ende, der Halbkropf als Übergang von Klinge zu Griff, aus einem StĂŒck Stahl geschmiedet mit einer Jahrhunderte alten Technologie. Mehr als 40 weitere manuelle ArbeitsgĂ€nge von Hand sind notwendig, um daraus ein Unikat Solinger Messermacher-Kunst zu fertigen. Die Klinge ist rostfrei, eisgehĂ€rtet und natĂŒrlich handgeschĂ€rft. Aufgrund der Griffe aus Walnuss-Holz sollten diese Messer nicht in den GeschirrspĂŒler.

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Material

Das Klingenmaterial von Messern muss zum Teil widersprĂŒchliche Anforderungen erfĂŒllen. Daher ist es entscheidend, zwischen den verschiedenen Anforderungen abzuwĂ€gen und ein Optimum sicher zu stellen. Einerseits soll der Messerstahl hart sein, aber nicht zu hart, da er ansonsten die Gefahr besteht, dass die Klinge bei hoher Beanspruchung bricht. Andererseits aber soll der Messerstahl auch nicht zu weich sein, da durch laufende Abnutzung das Messer im Gebrauch zu schnell an SchĂ€rfe verlieren wĂŒrde. Deshalb sind die Messer der Serie Caminada von GÜDE aus einem Chrom- MolybdĂ€n-Vanadium-Messerstahl hergestellt. Dieser Stahl erfĂŒllt die zum Teil widersprĂŒchlichen Anforderungen perfekt mit einer optimalen HĂ€rte von ca. 57-58 HRc (Rockwell).

Die HĂ€rte des Messerstahls der Serie Caminada von 57-58 HRc ist nicht zu hart und nicht zu weich fĂŒr die unterschiedlichen Anforderungen, die ein gutes Messer erfĂŒllen muss.
Ein solcher HĂ€rtegrad macht die Klinge von Messern der Serie Caminada verwindungssteif, damit ist ein exaktes FĂŒhren des Messers und damit ein prĂ€ziser Schnitt garantiert. Aber auch ein harter Stahl, wie der GÜDE Messerstahl, kann sehr dĂŒnn ausgeschliffen werden. So kann auch ein harter Stahl sehr flexibel sein.

Herstellung

Alle Messer der Serie Caminada sind traditionell im Gesenk geschmiedet – aus einem StĂŒck Stahl. Ergebnis dieser traditionsreichen Technologie des Gesenkschmiedens ist eine besonders hohe Materialfestigkeit auch bei dynamischen Beanspruchungen des Messers. Der gesamte Schmiede-Rohling wird beim Schmieden im Gesenk erhitzt bis er rot glĂŒht und anschließend zwischen den beiden Gesenken, dem Ober- und dem Untergesenk, verformt. In weiteren detailorientierten manuellen Arbeitsschritten wird aus dem im Gesenk geschmiedeten Rohling ein innovatives Unikat aus der Messer-Manufaktur GÜDE – handgefertigt.

Nach dem Schmieden im Gesenk werden die Messer aus dem Schmiederohling ausgestanzt und anschließend grob geschliffen, kalibriert und gereinigt. Es folgt das sogenannte EishĂ€rten: Dabei werden die Messer auf -80 °C abgekĂŒhlt, um die Struktur des GefĂŒges im Klingenstahl zu verbessern. Im darauffolgenden Schritt werden die Messer in zwei Stufen angelassen. Anlassen ist ein Begriff der Solinger Messer-Macher. Anlassen bedeutet, dass das Messer noch einmal erhitzt und damit bruchsicher gemacht wird. Jetzt wird das Klingenblatt vorgeschliffen. Es folgt das Vorschleifen des MesserrĂŒckens, das ist der obere Teils des Messers. Es schließt sich der Feinschliff des MesserrĂŒckens und das Schleifen des Übergangs zwischen Klinge und Griff an. Die Innenseiten werden nun fĂŒr die Anbringung der u-förmigen Griff-Schale vorgeschliffen. Das Vorschleifen des unten liegenden Erls nimmt weitere 5 Arbeitsschritte in Anspruch. Danach erst kann das Klingenblatt feingeschliffen werden. Dies nennt der Solinger Messermacher auch „pliesten“. Auf diese Weise erhĂ€lt das Klingenblatt seine unverkennbare OberflĂ€che. Die u-förmige Griffschale aus Walnuss-Holz wird nun von oben an den Messergriff aufgesetzt, verklebt und angepasst. Weitere ca. fĂŒnf ArbeitsgĂ€nge sind erforderlich, um die u-förmige Griffschale grob an den unten liegenden Erl so zu schleifen, dass die ÜbergĂ€nge zwischen Holz und Stahl fließend sind. Mit einem feineren Schleifband mĂŒssen diese fĂŒnf Arbeitsschritte anschließend wiederholt werden. Jetzt bekommt der obere Teil des Messers, der RĂŒcken seinen Feinstschliff. Das Feinstschleifen des Halbkropfes, der Verdickung zwischen Klinge und Griff, schließt sich an. Dann werden die Messergriffe vorpoliert, anschließend feinpoliert. Jetzt erst bekommt das Messer seinen SchĂ€rfe-Abzug, denn die Messerschneide, auch Wate genannt, wird nun geschliffen (der Messermacher nennt das „abgezogen“). Der Abzug wird poliert, so dass die Wate besser durch das Schneidgut gleitet. Bei den Brotmessern wird nun der spezielle GÜDE Wellenschliff angebracht. Im nĂ€chsten Schritt wird das GÜDE Logo auf die Klinge geĂ€tzt. Reinigung und QualitĂ€tskontrolle sind die letzten ArbeitsgĂ€nge. Danach erhalten die Messer zum Schutz eine Holzscheide. Zu guter Letzt werden die Versandtaschen mit Nieten und den zur Serie und zum Klingentyp gehörigen Etiketten versehen. Die fertigen Messer werden nun eingelagert und sind fĂŒr den Versand bereit.

Form

Die Technologie des Schmiedens im Gesenk schafft Freiheitsgrade in der Formensprache. Vom Griffende bis zur Messerspitze können Formen realisiert werden, die in einer anderen Schmiede-Technologie nicht machbar wĂ€ren. So ist die Formensprache mit dem Halbkropf zwischen Griff und Klinge sowie dem durchgehenden an der Griffunterseite liegenden Erl der Caminada Messer nur im Gesenkschmiede-Verfahren möglich. Das erklĂ€rt eindrucksvoll, weshalb GÜDE dieser bewĂ€hrten und traditionellen Technologie seit dem GrĂŒndungsjahr 1910 nun schon in vierter Generation treu geblieben ist. Der durchgehende unten liegende Erl und das umlaufende Ende des Griffes verleihen den Messern der Serie Caminada ihre ausgewogene Balance. FĂŒr den Anwender heißt das: Angenehmes und ermĂŒdungsfreies Arbeiten zugleich.

Der Begriff Erl bezeichnet den Teil des Stahls, an dem die u-förmige Griffschale des Messers der Serie Caminada von oben befestigt werden. Wenn der Erl von der Klinge bis zum Ende des Griffes geht, so spricht man vom sogenannten Voll-Erl. Alle Messer der Serie Caminada von GÜDE haben einen Voll-Erl. Da der Voll-Erl auf der Unterseite des Griffes liegt, kommt die Innenseite der Hand nicht mit dem kalten Stahl, sondern mit der angenehmen Haptik des Holzes in Kontakt. Der Voll-Erl verleiht den Messern in Verbindung mit dem Halbkropf eine perfekte Ausbalancierung des Gewichts.
Über die gesamte GrifflĂ€nge sowohl von oben als auch von unten komplett sichtbar, liefert der Voll-Erl quasi den Beweis, dass die Messer der Serie Caminada aus einem StĂŒck geschmiedet sind. Kein MaterialĂŒbergang, keine Naht – eben so, wie es bei einem Messer, das aus einem StĂŒck im Gesenk geschmiedet wurde, sein muss.

Funktion

Ein gutes Messer sollte nicht nur scharf sein, es sollte auch möglichst lange scharf bleiben. Ein gutes Messer soll darĂŒber hinaus gut in der Hand liegen und ausbalanciert sein, so dass ermĂŒdungsfreies und jederzeit sicheres Arbeiten garantiert ist.
SchĂ€rfe und Schneidhaltigkeit der Serie Caminada werden sowohl durch die optimale HĂ€rte des GÜDE Klingenstahls mit ca. 57-58 HRc (Rockwell) wie auch durch den GÜDE Watenwinkel von ca. 33 Grad sichergestellt. DarĂŒber hinaus ist die Klinge der Messer der Serie Caminada durchgeschliffen bis zum Bart, was sie auch fĂŒr die asiatische KĂŒche prĂ€destiniert.

SchĂ€rfe und Schneidhaltigkeit werden neben dem Klingenmaterial maßgeblich durch den Watenwinkel bestimmt: Schneiden ist wie das Treiben eines Keils durch ein Schneidgut. Je spitzer der Winkel des Keils, also der Watenwinkel ist, desto leichter lĂ€sst sich der Keil durch das Schneidgut treiben. Der Begriff Wate ist die Bezeichnung der Messermacher fĂŒr die Schneide, also, den scharf geschliffenen Teil eines Messers. Ein spitzer Watenwinkel macht ein Messer schĂ€rfer als ein stumpfer Watenwinkel. Bei einem zu spitzen Watenwinkel jedoch kann die Wate brechen. Deshalb haben die Messer der Serie Caminada von GÜDE einen optimalen Watenwinkel von ca. 33 Grad. Dieser Winkel garantiert sowohl SchĂ€rfe als auch StabilitĂ€t. Der Chrom- MolybdĂ€n-Vanadium-Klingenstahl der Serie Caminada garantiert mit seiner HĂ€rte von ca. 57-58 HRc (Rockwell) fĂŒr eine lang anhaltende SchĂ€rfe. Wichtig ist, immer auf einer geeigneten Schneidunterlage z.B. aus Holz oder aus Kunststoff zu schneiden. Die Ausgewogenheit der Messer der Serie Caminada ist ein Resultat des an der Griffunterseite liegenden Voll-Erls und des Halbkropfes zwischen Klinge und Griff. So entsteht ein Gegengewicht zur Klinge im Bereich des Griffes. FĂŒr den Anwender bedeutet dies: Perfekte Balance und ermĂŒdungsfreies Arbeiten bei stets sicherer Griffhaltung. Die Messer der Serie Caminada halten, was sich der ambitionierte Hobbykoch von einem perfekten Messer verspricht. Von Hand gefertigt, im Gesenk aus einem StĂŒck geschmiedet, mit der Erfahrung Jahrhunderte alter Solinger Messermacherkunst.

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